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Gibt es "böse" Musik?
ich weis nicht ob das Thema unter Musik richtig platziert ist, aber folgende Sache, die ich in einem anderen Thema (unter Magie) geschrieben hatte, hat mich zum Nachdenken gebracht und einige Fragen aufgeworfen:
Zitat:
...derselbe Exfreund hatte mal eine Cassette mit Musik aus dem Radio aufgenommen, Metal, independent und so Zeug. Eins von den Stücken verursachte mir ein mulmiges Gefühl, es war ein langsames düsteres Metalstück, dessen eine Melodiepassage einem Stück von Jimi Hendrix (A Merman I should turn to be oder so ähnlich) entlehnt war. Mir wurde richtig unbehaglich bei dem Lied obwohl ich die Version von Hendrix mochte. Aber ich sagte mir das bilde ich mir ein und behielt meine Gedanken für mich. Ein paar Tage später bemerkte mein Freund diese Energie in der Musik jedoch auch, ohne das ich ihm was gesagt hatte.
Gerade gestern hatte ich übrigens ein angenehmes Erlebnis, das vieleicht auch mit Musik zu tun hat. Ich stieg ind Auto und legte Musik ein, und auf einmal spürte ich lange Zeit eine warme Energie in der Solarplexusgegend. Das fühlte sich wunderschön an. Ich weis nicht ob es an der Musik lag, die mag ich zwar sehr gern, aber hatte ich vorher auch schon mal gehört ohne das ich dieses Wärmegefühl hatte, oder was das sonst war. Auf jeden Fall angenehm.
Wie geht es euch, wenn ihr Musik hört? Habt ihr sowas, positiv oder negativ, auch schon mal erlebt?
Kann es sein, das negative Energie in einem Lied beabsichtigt ist?
Gibt es auch Musik, die sich angenehm anfühlt aber trotzdem negative Botschaften transportiert (vielleicht wo die Musik schön ist aber die Texte etwas anderes aussagen, zum beispiel Gewalt verherrlichen)? Oder umgekehrt? Ich meine jetzt nicht Musik die man sowieso von der Richtung her nicht mag (ich mag z. B. allgemein keinen Hiphop, kein Jazz und kein Ballermann-Partygedudel), sondern schon was in die Richtung geht die ihr sonst so hört, ob Metal, Gothic, Neofolk oder was die meisten hier sonst noch mögen.
Gibt es vielleicht sogar Lieder, die ihr als negativ beurteilen würdet obwohl die Musik nicht unangenehm klingt und der text eine positive Aussage (zum Beispiel keine Angst zu haben) hat? Das kann ich mir zwar jetzt nicht vorstellen, ich glaube kaum das mich mein Gefühl bei Musik betrügt, aber vielleicht ist ja hier jemand anderer Ansicht.
Wie nehmt ihr Musik in euch auf, mehr mit dem Kopf oder mehr mit dem Gefühl? Bei mir ist es erst mal das Gefühl, der Kopf (Interesse für Texte zum Beispiel) schaltet sich dann später dazu.
Ich hab das ab und zu bei Nile...
Die benutzen viele ägyptische und orientalische Skalen und manche Intervalle erzeugen bei mir ein ganz komisches Gefühl...
Das ist aber für mich eigentlich der Reiz dieser Band.
hm also zu erst einmal gibt es Musik, die mir einfach wegen ihrem Klang nicht gefällt und daher negative Gefühle, bis hin zu aggressiven in mir weckt

hm im Black und Death Metal/ Grindcore Bereich gibt es viele gewaltverherrlichende oder böse Texte, die mich ehrlich gesagt meistens nicht besonders berühren (so höre ich auch Waco Jesus, obwohl sie sehr frauenfeindlich sind...), zum Teil lese ich sie auch gar nicht
Kiview hat ja schon Nile genannt, mulmig wird mir da nciht, aber eine gewisse Reaktion löst auch diese ägyptische Touch in mir aus
ebenso, wenn die Bands mit Chorgesängen, raffinierten Keyboards und zum Teil Orchester arbeiten...
aber ich bin grad am überlegen, ob ich irgendeien Band kenne, wo ich sagen würde, die Musik klingt böse...fällt mir spontan aber nichts ein
beim Pagan Metal dagegen achte ich schon eher auf die Texte und wenn die auch noch geil sind, dann bekomme ich so ein richtiges Hochgefühl
es gibt böse musik !!!

wenn ich die o.g. musikrichtungen höre, renne ich schreiend davon, halte mir die ohren zu und hoffe dass mich der dämon nicht befällt

ok scherz beiseite
ich denke mal, musik bedeutet ja schwingungen (vielleicht kann das jemand mal gnauer erklären..) und wenn man für diese schwinungen empfänglich ist, also auf einer anderen ebene als der ottonormalmusikhörer, dann kann ich mir vorstellen dass es diese gefühle auslöst und als angenehm oder unangenehm empfunden wird, unabhängig eben von der musik an sich....
nachtrag:
btw ich habe ja nun einen völlig anderen musikgeschmack als ihr hier, aber für mich gibt es auch musiktitel, wo eine entspannung, ein hochgefühl / glücksgefühl hochkommt oder wo ich nicht mehr stillsitzen kann weil ich tanzen will...
musik als "böse" betrachtet hab ich eigentlich net...aber es ist schon wie ich oben sagte (nicht ganz so extrem ), es gibt musikrichtungen, die ich absolut nicht hören mag....
Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte,
achte auf Deine Worte denn sie werden Handlungen,
achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten,
achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter,
achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal!
Ich weiß was du meinst, sowas kenn ich auch (hab ich immer bei Metallica DVDs bei dem Hammet Soli^^)
Aber ich glaub nicht dass Junta das meint.
Das ist ja irgendwie ganz normal und gehört dazu, so eine Art wohliger Schauer ab und zu, würd ich sagen...
Wie gesagt, dieses Gefühl hatte ich einmal bei Nile und das war absolut merkwürdig und nich zu beschreiben, mitlerweile hab ich das bei dem Lied auch nicht mehr.
Man bedenke auch, dass es im Mittelalter bestimmte Intervalle gab (du wurden irgendwas mit diabolis bezeichnet) die mit Todesstrafe verboten waren...
Heutzutage werden diese Intervalle überwiegend im Rock und Metal Bereich verwandt
Diabolus in musica hießt das Intervall (übermäßige Quint, wird auch heute noch so genannt), genauso wie da Slayer-Album.
Chorgesänge etc: da fällt mir nur von Hollenthon "With vilest of Worms to dwell" ein, die Chorpassagen, wenn auch nur gesampelt, sind einfach der Hammer!
Atmosphäre zum Schneiden haben meiner Meinung nach auch Dark Fortress mit "Like a somnambulist in daylights fire" fabriziert.
@topic: liegt das böse in der Musik nicht eher im Auge/Ohr des Betrachters/Zuhörers? Black und Deathmetal haben zwar oft eine sehr düstere und bedrohliche Atmosphäre, häufig ist da allerdings so überzogen, daß der Effekt auf der Strecke bleibt, das "subtile Böse" aus Anfang der 90er von Emperor, Burzum, Mayhem etc geht doch heutzutage oft für böser, schneller, dämlicher drauf.
Musik, die ich von der Atmosphäre her bösartig und bedrohlich finde, macht zum Beispiel : of the wand and the moon:. Zwar nicht jeder Song, aber wenns dann wieder in düster wabernde Klangcollagen abdriftet, stellt sich die Gänsehaut doch recht schnell ein. Selbes gilt für Bloodaxis.
also ich denke mal, "böse" oder "negativ" oder "schlecht" sind sehr subjektive gefühle... gerade in bezug auf musik. natürlich gibt es vielleicht so was wie menschliche grundtendenzen im ästhetischen geschmack, aber auch das ist kulturell sehr verschieden, siehe unterschiedliche tonarten- / skalen-systeme.
ich empfinde manchmal musik, die von anderen leute wahlweise als aggressiv, depressiv, kalt, destruktiv, etc. angesehen wird, sehr große schönheit und tiefe. andererseits ist das auch bei mir total stimmungsabhängig.
madadh
Ich höre Jazz. Und das fast ausschließlich. Also bin ich schonmal nicht "ihr".
Gut und böse existieren m.E. nicht.
Wohl kann Musik (nichts weiter als intelligent geordneter Klang) aber sowohl körperliche als auch seelische Reaktionen auslösen. Die "Carmina Burana" läßt irgendwie niemanden kalt, weder in die eine noch in die andere Richtung. Mal so als Beispiel. Tschaikowski eignet sich phantastisch, um die Konzentration zu fördern. Und Bachs Klavierstücke verursachen mir zumindest handfeste Kopfschmerzen. Techno macht mich aggressiv. Wie schlechtes Handwerk überhaupt, dem ich zwangsweise ausgesetzt werde, da gehört auch 95% dessen dazu, was gemeinhin unter Metal zu finden ist.
Töne haben für mich ebenso Farben und Gerüche, und da macht sich Disharmonie schonmal unangenehm bemerkbar. Manche Musiker legen es aber auch bewußt darauf an.
...es gibt keine böse Musik, es gibt eh kein gut und böse, diese Klassifizierungen sollten wir den Chrislimews überlassen...
...Musik berührt auf manigfalltige Weise, mal mehr mal weniger...mal verschafft sie Hochgefühle mal wohlige Schauer oder Gänsehaut...es gibt da technische (wie schon erläutert) Möglichkeiten dieses herbeizuführen...und auch Disharmonien gehören für einen Muisker zu dem Repertoir das er lernen und einsetzen sollte für schöne Kontraste in der Musik...
...was Du aber daraus machst ist ganz alleine an Deine Wahrnehmung gekoppelt, es gibt Musik die ich beruhigend finde, die empfindet Gaefa als Krach, es gibt Sachen die sie mag die erzeugen bei mir unterschwellig Aggressionen...das liegt dann aber bei uns und nicht an der Musik...
Gute, böse, schlechte Musik ist, denke ich, nicht die richtige Benennung.
Mit jeder Musikaufzeichnung wird die emotionale Verfassung des Künstlers mitaufgezeichnet. Dadurch kommt es zur Übertragung der Ausstrahlung.
Das ist genauso als ob man jemanden trifft - wo auch immer - und man hat ein "gutes" oder "schlechtes" Gefühl.
Ich kann mich mit einem Menschen im Forum oder woanders unterhalten und bekomme über das Geschriebene oder Gesagte ein unbewußtes Feeling zu seiner Verfassung.
Genauso geht es mir mit Musik. Böhse Onkelz, z.B. haben sehr interessante Texte und auch gute instrumentale Musik (wenn man mal Text und Melodie trennen würde) aber die Stimmung die die mitrüberbringen ist oft mit ganz unangenehmen Gefühlen verbunden (denke aber, dass das beabsichtigt ist)
Musik hat viel mit Lebensgefühl und persönlicher Ausstrahlung zu tun.
Musik unterteile ich eigentlich nur in zwei Richtungen:
1. Musik die mir gefällt
und
2. Musik, mit ich nicht ganz soviel anfangen kann.
Unterscheidungen in U-Musik (Unterhaltung) und E-Musik (wie z. B. Klassik) wird man bei mir vergebens suchen. Höre verschiedene Sachen von Rock (ich will hier nicht alle "Sorten" aufzählen, ich sag mal Rock´n Roll, Metal, Punk u.a.), Klassik, Blues, Soul, Reggae, Folk und Jazz. Je nach Stimmung und Lust und Laune kommt bei mir "Verschiedenes" in den Player. Sicher gibt es "bestimmte Musik", die mich in eine gewisse "euphorische" Stimmung (einige klassische Sinfonien und auch einige rockige Songs) bringt und andere Stücke, die mich eher kalt lassen.
Deshalb hatte ich das "böse" ja auch in "" gesetzt. Ich wusste nur nicht wie ich das anders ausdrücken sollte für eine Überschrift. "Musik die absichtlich negative Gefühle erzeugt" wäre so ein Bandwurm geworden
Zitat:
Ich kann mich mit einem Menschen im Forum oder woanders unterhalten und bekomme über das Geschriebene oder Gesagte ein unbewußtes Feeling zu seiner Verfassung.
Ja, das kenn ich auch.
Zitat:
Böhse Onkelz, z.B. haben sehr interessante Texte und auch gute instrumentale Musik (wenn man mal Text und Melodie trennen würde) aber die Stimmung die die mitrüberbringen ist oft mit ganz unangenehmen Gefühlen verbunden (denke aber, dass das beabsichtigt ist)
Hihi, sind eben Böhse Onkelz, nomen est omen Kenne aber nicht so viel von denen, nur ein paar Sachen. Ein früherer Bekannter hat die ganz gern gehört. Fand ich nicht schlecht, was ich bei ihm gehört hab, aber so vom Hocker gerissen das ich mir gleich CDs kaufen musste hat mich diese Musik nun auch nicht.
Zitat:
Musik hat viel mit Lebensgefühl und persönlicher Ausstrahlung zu tun.
Ja das glaube ich auch.
Bei mir kann Musik auch Stimmungen auslösen oder verstärken.

Seltsamerweise kommt es recht oft vor, dass sich bei mir die Nackenhaare aufstellen, wenn ich Easy-Listening-Music - also Hitparaden(das nennt man wohl neudeutsch: Charts )- Musik höre(n muss).

Einerseits möchte ich, dass Musik "unter die Haut" geht, andererseits kann sie auch zur totale Entspannung bei Meditationen dienen (die ich wohl noch üben muss )

Obwohl das meiste, was wir hören, von irgendwelchen Konserven - sprich CD, MP3 oder Vinyl - kommt, wo man meinen sollte, dass nur das drauf ist, was eben die Geräte speichern und übertragen können, wird auch die Stimmung der Musiker "verewigt". Wenn man dann mit der eigenen Stimmung nichts mit der empfangenen Stimmung zu tun haben möchte, fühlt man sich eben nicht wohl. Man spürt, dass es einem nicht gut tut. Das hat aber m. E. nichts mit "gut" oder "böse" der Musik zu tun, denn alles hat irgendwo in der Welt seinen Platz.
Beispiel Böhse Onkelz: Ich war am 17. Juni 2005 beim weiß-ich-nicht-wievielten Abschiedskonzert. Ich muss dazu sagen: Es ist mir einfach so "passiert" Ein Kollege kam am Morgen mit Karten seines Freundes auf Arbeit und meinte, dass er eine übrig hätte. Da habe ich zugegriffen, obwohl ich kein Fan bin, die Musik mir aber im Großen und Ganzen gefällt. Als ich dann dort war und die grölende Menge gesehen habe, die jede Textzeile auswendig kannte überkam mich das Gefühl: Das ist nicht mein Ding. Ich hatte den Eindruck, dass die Leute dort die Leere in ihrem Kopf mit den größtenteils nichtssagenden Texten ausfüllen und nichts anderes darin Platz hat. Das Festival ging über zwei Tage, aber ich bin nach dem ersten Konzert abgefahren. Es war eine Erfahrung, die ich nicht wiederholen möchte.
Gruß Rolf


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