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Ehrlichkeit
Seit jeher gilt Ehrlichkeit als Tugend. Große Philosophen wie Kant und Aristoteles werteten das bewusste Sagen der Unwahrheit als verwerflich und unmoralisch. Aber ist es immer klug, streng bei der Wahrheit zu bleiben? Anthropologen sagen: Nein! Um in einer Gruppe überleben zu können, muss man die Absicht des Gegenübers erkennen und gleichzeitig seine eigenen Interessen durchsetzen. Erfolg hat nur der, der taktisch und erfolgreich lügen kann und gleichzeitig sensibel genug ist zu erkennen, wenn ein anderer nicht die Wahrheit sagt.
Aber was ist eine Lüge? Und wann beginnt sie? Müssen wir Lügen erst lernen oder ist es uns angeboren? Kann man einen lügenden Menschen enttarnen? Was ist ein Lügendetektor und was passiert im Gehirn, wenn wir schwindeln?
Warum lügen wir?
Rein statistisch lügen wir bis zu 200 Mal am Tag. Inbegriffen sind natürlich die üblichen Höflichkeitsfloskeln wie „Guten Tag“ und „Mir geht´s gut“. Der Definition nach ist eine Lüge die „Kommunikation einer subjektiven Unwahrheit mit dem Ziel, im Gegenüber einen falschen Eindruck hervorzurufen oder aufrecht zu erhalten“.

Aber nicht immer ist eine Lüge auch moralisch verwerflich oder ungerechtfertigt. Meistens lügen wir aus einer Not heraus, um andere Menschen nicht zu verletzen, Konflikten und Streit aus dem Weg zu gehen oder einfach aus Bequemlichkeit.
Wer morgens seine Kollegen fragt „Wie geht´s?“, will gar nicht wirklich wissen, wie es ihnen geht, sondern einfach höflich sein. Eine ehrliche Antwort des Gegenübers wäre für beide Seiten viel zu unbequem.

Lügen als Konfliktvermeidung
Vielen Menschen ist es unangenehm, eine andere Person durch ein bestimmtes Verhalten zu verletzen, deshalb lügen sie lieber. Wer beispielsweise keine Lust auf einen gemeinsamen Kinoabend mit dem Kumpel hat, gibt lieber vor, verhindert oder krank zu sein, als wahrheitsgemäß zu sagen „Ich habe keine Lust, was mit dir zu machen“. Eine derartige Antwort würde den Freund nur unnötig verletzen und enttäuschen.
Außerdem haben wir Angst vor Konflikten. Oft lügen wir nur, um Streit aus dem Weg zu gehen. Wer andere Menschen undiplomatisch und hart kritisiert, ruft Ärger und Unzufriedenheit beim Gegenüber hervor. Um unnötigen Zank zu vermeiden, verschleiern wir die Kritik lieber hinter einer Lüge und entschärfen sie somit.


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