Grundseite für ein Layout no way to lose <


Warum wollen Frauen immer Männer kennenlernen, und dann doch lieber in Ruhe gelassen werden....?
Warum wollen Männer immer Frauen kennenlernen?
Warum ist heute anders als gestern?
Haben die Frauen immer noch das Gefühl, nicht gleichberechtigt zu sein ?
Was ist so attraktiv am Ehering. Warum wollen Frauen letztendlich heiraten. Stirbt die Liebe am Jawort nicht.?
Welche Gründe gibt es für Mädchen, einen Jungen zwischen die Beine zu treten?
Gesetzt dem Fall wir beide – also ein Junge und ein Mädchen – befinden uns seit einiger Zeit in einer stabilen Freundschaft. Wir hegen keinerlei amourösen oder sexuellen Interessen füreinander – wir verstehen uns einfach nur gut. Soll es ja geben.

Und nun lernen wir euren neuen Freund auf einer Party kennen. Klingt alles problemlos, bringt uns aber in sozial höchst diffizile Gefilde.
Wir reden jetzt nicht von einem grenzdebilen Honk oder einem Red-Bull saufenden Macho mit Anabolikaproblemen, sondern einfach von einem netten, durchschnittlich gut aussehenden jungen Mann, der meistens zwei oder drei Jahre älter ist als wir selbst. Er ist freundlich zu uns, er ist uns sogar sympathisch und wir ihm.
Ist eigentlich auch klar, schließlich finden wir ja beide dieselbe Frau toll – wenn auch auf ganz unterschiedliche Weise. Jetzt aber geht das Schlamassel los, weil wir folgende Möglichkeiten haben:

1. Wir unterhalten uns lange und ausgiebig mit eurem Freund. Wir verstehen uns ausgezeichnet, trinken zusammen drei Bier oder mehr und wir kommen langsam in den Modus, in dem wir Solidaritätsadressen austauschen: über das Leid der Männer, die Raffinesse der Frauen, über klassische Beziehungsprobleme – im Extremfall sprechen wir sogar über Sex. Plötzlich taucht ihr dann auf, gebt eurem Freund einen Kuss und freut euch, dass wir uns so gut verstehen. Eigentlich aber stört ihr gerade.

2. Wir wahren eine höfliche Distanz zu Eurem Begleiter, schütteln ihm die Hand, stellen uns vor und lassen auch einmal unsere Bierflaschen aneinander klirren. Mehr aber auch nicht. Fraternisierungstendenzen blocken wir ab, schließlich sind wir ja schon mit euch sororisiert. Wir suchen eure Nähe, lachen über eure Witze, fragen euch, ob ihr noch etwas trinken möchtet. Er ist die Nebenrolle und das geben wir ihm zu verstehen.

3. Wir tun nur so, als ob wir uns verstehen. Nach außen wirkt das harmonisch, doch in Wahrheit ist die maskuline Hengsterei längst im Gange. Wir erzählen ihm, wie lange und gut wir euch schon kennen, und was für eine tolle Frau ihr doch seid, und dass es ja ein Riesenglück sei, Euch zur Freundin zu haben. Er kontert, dass er ja schon seit Ewigkeiten nicht mehr so vernarrt in jemanden gewesen sei und wie charmant er eure Lachfalten findet.
In Fall 1 begehen wir einen großen Fehler, weil wir die Solidarität unter Männern über unsere Freundschaft stellen. Am Ende verstehen wir uns mit ihm besser als mit Euch. Ihr werdet uns das nicht verzeihen.
In Fall 2 geben wir euch indirekt zu verstehen, dass wir euren neuen Freund für dämlich, langweilig und/oder unattraktiv finden. Das ist unhöflich.
Und in Fall 3 verhalten wir blöd gegenüber eurem Freund. Schließlich fänden wir es ja auch ziemlich bescheuert, würde uns ein Typ etwas über die filigrane Eleganz eurer Zehen erzählen. Vielleicht sind wir in Wahrheit eifersüchtig.
Wir kommen hier auf keinen grünen Zweig. Also, wie nett sollen wir zu eurem neuen Freund sein? Wie hättet es ihr am liebsten
Mädchen, warum hört ihr irgendwann auf, den perfekten Mann zu suchen?
Mädchen, warum hört ihr irgendwann auf, den perfekten Mann zu suchen?
Genau das regt mich am meisten auf: Jahrelang habt ihr nichts Besseres zu tun, als euch den perfekten Mann auszumalen, auszudenken und zu suchen und am Ende nehmt ihr den letzten Hans-Dietrich.
Aber von vorne.
Ihr sucht zu Beginn eures Lebens nach Mister Right, Mister Perfect, Mister Spiderman mit Öko-Antrieb. Nun, machen wir umgekehrt schon auch; aber wir, mein Eindruck, unternehmen die größeren Anstrengungen, nach eurem erlesenen Geschmack zu sein. Wir lernen, sanft und schroff zur gleichen Zeit zu wirken, wir sind süß-sauer, wir sind eine Art Gewürzboard der Gefühle. Magste Rosmarin nicht? Hab auch Majoran.
Warum?
Weil wir den Eindruck nicht loswerden, dass ihr in Sachen Liebe die schlimmeren Scharfrichter, die ungeduldigeren Sucher, die akribischeren Hingucker seid. So glücklich die Beziehung sein mag, ihr schlaft dennoch einmal die Woche mit einem Gesichtsausdruck ein, der uns sagt: Ein bisschen was fehlt diesem Kerl da neben mir aber noch. Sei es Humor, sei es Belesenheit, sei es Eigeninitiative. Ein ewiges Geschustere und Gediskutiere hat man mit euch in den ersten Beziehungsjahren - wir lassen uns fallen und ihr macht euch Gedanken. Ihr nehmt das Projekt Mann schon sehr ernst, ein langes Frauenleben voll von Suche.
Und dann passiert das: Ihr seid sechs Jahre mit uns zusammen, dann Trennung wegen Warumauchimmer und man würde denken, dass ihr die neu gewonnene Freiheit am Ende der Zwanziger Jahre dazu nutzt, euch redlich und ausgiebig auf dem Freundschafts- und Heiratsmarkt zu trollen; auf der Suche nach Dr. Sautoll.
Aber!
Ihr hüpft dem erstbesten Trottel in den Arm, einem hageren Maschinenbauer, einem genarbten Losbudenbesitzer, einem geschleimten HedgeFondser. Den heiratet ihr, der schenkt euch Kinder und Feierabend Emma.
Jetzt mal: Hä?
Warum geht bei euch plötzlich alles so schnell?
Warum gebt ihr mit einem Mal eure Ideale an der Garderobe ab und bequemt euch mit Vollhonks, die früher ungangbar gewesen wären?
Warum hört ihr mit einem Mal auf zu Suchen?
Und bitte kommt uns nicht nur mit der biologischen Uhr. Da steckt doch mehr dahinter!


Gratis bloggen bei
myblog.de