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WEINHEIM – Schönheit liegt bekanntermaßen im Auge des Betrachters. Aber warum sind wir dann am kritischsten mit uns selbst? Und weshalb kann uns die Ausstrahlung eines Anderen derart faszinieren, dass wir sein Äußeres übersehen?
Schönheit ist subjektiv und gleichzeitig universell

Schon im Jahre 1878 konnten Experimente zeigen, dass wir Durchschnittsgesichter besonders attraktiv finden. Francis Galton erstellte damals mehrfachbelichtete Fotos von verschiedenen Gesichtern. Die überlagerten Bilder stuften Testpersonen durchweg als schöner und vertrauenswürdiger ein als die einzelnen Porträts. Auch moderne Computerverfahren bestätigten, dass wir unsere Mitmenschen als Grundlage des persönlichen Schönheitsempfindens benutzen.

Andererseits gehen wir mit uns selbst oft sehr hart ins Gericht. Wer stand nicht schon unzufrieden vorm Spiegel, obwohl Freunde und Kollegen auch nicht schlanker und sportlicher sind? Richard Robins, Psychologieprofessor an der University of California fasste dieses Phänomen so zusammen: „Wenn Frauen ihre Attraktivität beurteilen, dann vergleichen sie sich mit dem idealisierten Standard von Schönheit, also beispielsweise mit Models. Wenn sich Menschen dagegen im Hinblick auf ihre Intelligenz selbst bewerten, dann vergleichen sie sich nicht mit Einstein, sondern wählen einen sehr viel näherliegenden Standard.“

Frauen scheinen tatsächlich in stärkerem Maße unter der Last unerreichbarer Ideale zu leiden. So sollten Männer und Frauen in einem Experiment mathe­matische Aufgaben lösen. Waren sie dabei vollständig bekleidet, schnitten beide Geschlechter gleichgut ab. Als das Experiment jedoch in Badeanzug bzw. -hose wiederholt wurde, lösten die weiblichen Teilnehmer deutlich weniger Aufgaben. Sie seien zu sehr mit ihrem Aussehen und der Wirkung auf Andere beschäftigt gewesen, so die Beobachtung der Psychologen.


Schönheit kommt doch von Innen

Die Autoren geben jedoch praktische Tipps, wie sich mit dem Schönheitswahn umgehen lässt. Nicht am Aussehen, sonder an der persönlichen Ausstrahlung solle man arbeiten. Wer mit einem Lächeln und sozialem Geschick auftrete, der würde von seinem Gegenüber unbewusst auch als physisch schön wahrgenommen, so die Psychologen. Schließlich würden wir unsere Freunde ja auch bereitwilliger als schön bezeichnen als Fremde.


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